Verschiedene Anzeigetypen bei einem Notebook-Panel

Twisted Nematic (TN)
Ein Vorteil von TN-Panels - der am häufigsten verbaute Displaytyp – ist vor allem die sehr kurze Reaktionszeit beim Wechsel eines Pixels von Schwarz zu Weiß. Die Nachteile von TN-Panels sind der (meist) schlechte Kontrast und die Tatsache, dass sie nur 6 Bit - also 262.144 Farben - darstellen können. Für die Bearbeitung von Fotos oder eine farbgetreue Wiedergabe von Videos und Bildern ist dieser Panel-Typ nur bedingt geeignet. Moderne TN-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung weisen mittlerweile aber einen sehr guten Kontrast und eine ordentliche Farbtreue auf. Die Bildqualität reicht jedoch nicht an die von Displays mit IPS-Technologie heran.

Patterned Vertical Alignment (PVA)
PVA-Displays haben eine deutlich schlechtere Reaktionszeit als TN-Panels und werden daher nur selten in Notebooks verbaut. Ein Vorteil der PVA-Technologie gegenüber TN-Displays ist ein deutlich besseres Kontrastverhältnis von mindestens 1000:1 (bei TN-Panels < 800:1). Während der Blickwinkel bei TN-Panels meist nicht über 150° horizontal und 140° vertikal reicht, zeichnet PVA-Panels ein hoher Blickwinkel von mindestens 160° horizontal und maximal 178° vertikal aus. Ein weiterer Vorteil ist eine hohe Farbtiefe von 8 Bit (16.777.216 Farben). PVA-Displays eignen sich somit besonders für die farb- und detailgetreue Bearbeitung von Bildern. Für Anwendungen, bei denen schnelle Bildwechsel stattfinden (z.B. Spiele oder Filme), eignet sich dieser Displaytyp aufgrund der schlechten Reaktionszeit jedoch nur bedingt. Gerade bei älteren PVA-Bildschirmen kann dies zu Schlierenbildung führen. Objekte leuchten bei schnellen Bewegungen häufig nach. Die moderneren S-PVA-Displays weisen mittlerweile aber sehr kurze Reaktionszeiten von ca. 5ms auf.

In-Plane-Switching (IPS)
IPS-Displays bieten ein kontrastreiches Bild, eine exzellente Farbwiedergabe und eine Farbtiefe von bis zu 1.073.741.824 Farben (30 Bit) bei einem Blickwinkel von fast 180°. Bei der IPS-Technologie (In-Plane-Switching: „in einer Ebene schaltend“) befinden sich die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche. Die Für TN-Panels typische Schraubenform entfällt, da sich die Moleküle bei angelegter Spannung in der Bildschirmebene drehen. Die Blickwinkelabhängigkeit des Kontrastes wird durch IPS verringert.

Advanced Fringe Field Switching (AFFS)
Die AFFS-Technologie ist der IPS-Technologie sehr ähnlich, übertrifft sie jedoch qualitativ. Das Bild eines AFFS-Displays hat ein sehr hohes Kontrastverhältnis von 1000:1, einen Blickwinkel von ca. 180° und ist auch bei hellem Tageslicht sehr farbtreu. Ein weiterer Vorteil von AFFS-Displays ist ihre geringe Leistungsaufnahme, vor allem PVA-Panels sind hier deutlich unterlegen. Einzig die Reaktionszeit liegt mit mindesten 8ms etwas über der von TN-Displays.

CCFL vs. LED-Backlight
Zunehmend werden Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung verbaut, welche die vormals verwendeten CCFL-Röhren ersetzen. CCFL-Röhren haben den großen Nachteil, dass sie mit steigendem Lebensalter viel an ihrer Leuchtkraft verlieren. LED-beleuchtete Displays haben den Vorteil, dass sofort nach dem Einschalten die volle Helligkeit zur Verfügung steht. Die LED-Hintergrundbeleuchtung hat eine fast unbegrenzte Lebenszeit von ca. 50.000 Stunden. Durch den niedrigeren Stromverbrauch gegenüber eines CCFL-beleuchtenden Displays kann die Akkulaufzeit von mobilen Geräten im Vergleich deutlich gesteigert werden.